Volksschule Bad Vöslau

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Home Service Freie Software
Freie Software
Geschrieben von: Robert Boczek   
Dienstag, den 20. Mai 2008 um 23:00 Uhr

Sie kennen sicherlich die EULAs (End User License Agreements)! Lesen Sie die EULAs genau? Was tun Sie, wenn Sie mit  einem Punkt nicht einverstanden sind? Löschen Sie dann das Produkt? Wie könnte eine vergleichbare Lizenz für Haushaltsgeräte, Autos oder Bücher aussehen? (z.B. Sie müssen das Buch innerhalb von 30 Tagen beim Verlag registrieren, ...) Würden Sie im Alltag vergleichbare Restriktionen akzeptieren? Wie würden sich derartige Lizenzen in der "normalen" Wirtschaft auf Innovation und Kreativität auswirken?  Die meisten Softwarelizenzen widersprechenden den elementarsten menschlichen Bedürfnissen und Grundrechten. Sie werden nur deswegen akzeptiert, weil 1. nur wenige sie lesen, 2. noch mehr sie einfach ignorieren, 3. die restlichen sich daran gewöhnt haben, dass die Dinge halt so sind, wie sie sind.

(Zitat von Gerhard Schwed, MAS, Donau-Universität Krems, Linuxtag 2008)

 

 Da proprietäre Software also ein soziales und ethisches Problem darstellt, werde ich zukünftig noch mehr als bisher versuchen freie Softwareprodukte im Unterricht einzusetzen, z.B.:

  • Open Office
  • OpenOffice ist sowohl eine Office Suite, die auf vielen Betriebssystemen und in zahlreichen Sprachen verfügbar ist, als auch ein Open-Source-Projekt, in dem viele zumeist ehrenamtliche Mitglieder das Produkt immer weiter verbessern und unterstützen. Vollwertiger und kostenloser Ersatz für das teure Microsoft Office-Paket.
    Download: http://de.openoffice.org/

  • GimpGimp Die Freeware leistet mehr als so manches teure Produkt.  Neben der Windows-Version gibt es Gimp für Linux-Systeme und USB-Sticks. Die Bedienoberfläche von Gimpshop ist Adobe Photoshops Oberfläche nachempfunden und erleichtert die Bedienung  erheblich.
    Download: http://www.gimp.org/

  • AudacityAudacity - ein freier, betriebssystemunabhängiger Audioeditor. Audacity ist kostenlos und kommt mit den bekanntesten Audio-Formaten zurecht  (MP3, Ogg/Vorbis, WAV, MIDI, AIFF). Sie können Musikstücke mixen, Klangeffekte hinzufügen oder die Abspielgeschwindigkeit verändern.
    Download: http://www.audacity.de/

  • FirefoxFirefox - Webbrowser. Firefox 3 setzt  einen weiteren Schritt mit dutzenden neuen Funktionen, wie die intelligente Adresszeile, Ein-Klick-Lesezeichen und die wesentlich kürzeren Ladezeiten.
    Download: http://www.mozilla-europe.org/de/firefox/

 

 

"Es ist unerlässlich für Schulen, ausschließlich Freie Software zu verwenden. Der Grund liegt darin, dass Schulen den Auftrag haben, Gesellschaftsfähigkeit zu lehren. Den Menschen beizubringen, Teile einer kompetenten, freien Gesellschaft zu werden. Schüler an proprietärer Software auszubilden bedeutet ihnen Abhängigkeit beizubringen. Es lehrt sie, abhängig von bestimmten mächtigen Unternehmen zu sein, diesen Firmen noch mehr Macht über die Gesellschaft zu geben. Wohingegen ihnen beizubringen, Freie Software zu nutzen, ihnen den Weg zu Freiheit und Stärke zeigen würde. Folglich müssen Schulen damit aufhören, proprietäre Software zu lehren.

Aber es gibt ein noch stärkeres Argument dafür. Einen noch tieferen Grund. Und das ist moralische Bildung. Schulen müssen den Kindern den Geist guten Willens vermitteln, den Sinn, anderen um sie herum in der Gesellschaft zu helfen. Jede Klasse sollte eine Regel haben: Kinder, wenn ihr Software mit in die Stunde bringt, könnt ihr sie nicht für euch behalten, ihr müsst sie mit den anderen teilen, und wenn ihr nicht teilt, dann könnt ihr sie nicht mitbringen, denn wir helfen hier einander.

Um dies richtig zu lehren, muss die Schule ihre eigene Regel befolgen. Sie muss ein gutes Beispiel setzen. Das bedeutet, dass sie nur Freie Software in den Unterricht einbringen darf."

(Quelle: Richard Stallman, Die Freie-Software-Bewegung und die Zukunft der Freiheit, Zagreb, 9. März 2006)

 

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 22. Juni 2008 um 09:45 Uhr
 

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